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Wo Passanten mit prallen Einkaufstüten eben noch hecktisch ihre Wochendeinkäufe in Sicherheit bringen, vibriert ab 18.00 die Luft.Unter vielen Moppeds
sticht eine gelbgrüne Kawasaki mit Sportverkleidung und fauchendenen Klang sofort hervor und erweist sich als echter Hinkucker. Er schraubt alles noch selber.Die Verkleidung,den Tank und das Heck ist
alles selber von ihm gemalt.Die Schrift auf den Tank ist ein jap. Fischgericht,fragt ihn mal danach*lach*
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Und wie fing alles an? Das kann euch Günther hier mal selber erzählen....
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Noch mit fast 90 Jahren nimmt ein nordeutsches Urgestein aus Hannover regelmäßig an Motorradtreffen auf dem Georsch,d,Köterberg und anderen Treffs
teil.Die Leidenschaft zum schnellen Zweirad hat sein Leben bestimmt.Ich kenne Günther noch als Steppke mit meiner Mofa aus den Siebzigern. Wo er immer Tipps zur Leistungsoptimierung für uns übrig
hatte*g*Heute fährt der alte Herr noch immer wie eh und je und ist auch heute immer für ein kleines Pläuschen zu haben.Im Raum Hannover hat er seit Jahren den liebevollen Spitznamen”Kawa Opa”
weg.Und jeder kennnt ihn,wenn er mit seiner gelb grünen fauchenden ,mitterweile 30 Jahre alten,Kawa auf den Platz eintrifft.Dann zählt keine ladenneue R1,ZXR,Ducati,etc. mehr!Dann zieht es alle Blicke
auf Günther ! Ich kenne ihn schon sehr lange,und finde,das ist doch mal eine Geschichte wert in der Zeit des heutigen PS und Hubraum Wahnsinns unserer Zeit!
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.In seinen Geburtsort Eutritsch,einen Vorort von Leipzig,war ein Fahrrad und Motorrad Händler zu Beginn der 30 Jahre Anlaufstelle der herannahenden Jugend.:”Ich habe
mir am Schaufenster die Nase platt gedrückt für die Rudge-Whitworth,eine schnelle Engländerin!”schwärmt Günther noch heute,während ihm die Erinnerung Glanz in die Augen treibt.1936 begann er eine Lehre bei der
Leipziger “Auto-Kühler-Gesellschaft” Wie viele seiner damaligen Altersgenossen früher wollte er Rennfahrer werden.Nach 2 Jahren Motor-Hj und Erwerb des Motorradführerscheins beordete ihm die Werhrmacht
den verhinderten Kradmelder zum Marine Flakschutz auf die niederländische Insel Ameland.
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Erst die britischen Sieger von 1945 ließen ihn und andere Landser wieder Motorrad fahren,wie Speedwayrennen auf den Lindener Berg.1948 heuerte Günther als Lastkraftfahrer
für die Logistik der Berliner Luftbrücke in Wunstorf an.Später für den Transport von Holzfällern in den Harz.Dort traf er den wichtigsten Menschen in seinen Leben: seine spätere,aus Bad Lauterberg stammende, Ehefrau
Waltraut.Sie begleitete ihn zu Motorradrennen in ganz Niedersachsen.Sonnabends Trainning,sonntags starten-diese Entscheidung der knappen Freizeit trieb die junge Liebe zu einem Ultimatum:”Entweder sie oder der
Motorradsport!”Günther traf die härteste Entscheiudung seines Lebens,aber er hat sie nie bereut.In diesen Jahr feiern beide Goldene Hochzeit.Herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite.1954 wurde ein
Lampretta Roller angeschafft,der legeres Outfit mit sportlichen Chic zuließ, was die Akzeptanz der Sozia verstärkte.
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1971 brannte für Günther wieder die Luft,als mit den Segen der Gattin eine cromblitzende 125 Yamaha angeschafft wurde.Dort wurde dann noch später eine windschnittige
Verkleidung des ortsansässigen Herstellers Manfred Balcerek in Rot weiß montiert.Kurze Zeit später betrat dann die jetzige Kawasaki 250 die Bühne von Gerald. Die Gesundheit meint es gut mit Günther.Noch heute
spielt der weit über 80 Jährige noch ab und an Tennis.Waltraud toleriert seit fünf Jahrzehnten die Motorradleidenschaft ihres Günthers.”Wir haben uns immer was zu erzählen und lachen auch viel
gemeinsam.”Man muß sich gegenseitig eine gewisse Freiheit lassen,ergänzt Günther.Und es klingt fast ein bißchen philosophisch,als er hinzufügt: ”Die Liebe ist auch eine Art Motor!”
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Für mich ist er immer ein Idol und mittlerweile guter Freund! Für ihn gilt immer ”Fahr nie schneller,als dein Schutzengel fliegen kann!”
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